Hintergrund

Anlass des Projekts ist die zunehmende Zahl der MitarbeiterInnen, die oftmals ganz kurzfristig von einem Pflegefall im familiären Umfeld betroffen sind. Unweigerlich stellt sich die schwierige Frage, wie mit dieser emotional besonders belastenden Herausforderung umgegangen werden soll bzw. kann, wenn die berufliche Tätigkeit als Fachkraft vollen Einsatz verlangt. In diesen Fällen wird die angestrebte Vereinbarkeit von Familie und Beruf, schon jetzt schwierig genug zu realisieren, zum dreiteiligen Balance-Akt "Vereinbarkeit von Familie, Pflege und Beruf".

Wir bieten

Das hierzu von ISPA consult gemeinsam mit MaMeA GbR gestartete Projekt "45 plus : Fachkräfte sichern - in der Pflegeverantwortung entlasten" bietet moderierte Workshops für MitarbeiterInnen in Partnerunternehmen an, die sich von berufserfahrenen Experten/Expertinnen aus dem Pflegebereich über das aktuelle Pflege-Labyrinth und dessen situationsgerechte Nutzungsmöglichkeiten informieren lassen möchten. Themenschwerpunkte sind u.a. die vielfältigen Versorgungsleistungen bei Pflegebedürftigkeit wie z.B. verschiedene Formen der familienentlastenden Dienste, Essen auf Rädern, Betreutes Wohnen, Tages - und Nachtpflege etc., aber auch die arbeitsrechtlichen und sonstigen Rahmenbedingungen, die bei Eintritt eines Pflegefalls zu beachten sind.

Teilnahmekosten

Das Projekt wird im Rahmen des Programms „Fachkräfte sichern - weiter bilden und Gleichstellung fördern“ durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales und den Europäischen Sozialfonds gefördert. Für die Unternehmen fallen daher keine Teilnahmekosten an.

Bei Interesse an einer Teilnahme wenden Sie sich bitte direkt an ISPA consult unter Tel. 0711 22879-3 oder per Mail an info@ispa-consult.de

Der Europarat hat 1998 definiert:

„Gender Mainstreaming is the (re-)organisation, improvement, development and evaluation of policy processes, so that a gender equality perspective is incorporated in all policies at all levels and at all stages, by the actors normally involved in policy-making.”

Im Kern geht es um faktische Gleichstellung der Geschlechter.                  
(vgl. Gleichstellungsgesetz v. 14. August 2006 / BGBl. Teil I S.1897-1910).

Die Projekte der ISPA consult hatten zum Inhalt:

  1. Organisierte Wissensvermittlung über aktuelle Kinderbetreuungsmöglichkeiten, Pflegedienste und steuerrechtliche Fragen in Form von moderierten Workshops in Unternehmen und Verwaltungen für qualifizierte Frauen in Führungspositionen oder auf dem Weg dorthin mit besonderen familiären Verpflichtungen der genannten Art. Diese sollten ermutigt und befähigt werden, ihre berufliche Laufbahn möglichst in Vollzeit und ohne einen karriereschädlichen Ausstieg fortzusetzen. In diesen Workshops werden praktikable Lösungen für bestimmte Falltypen in Gruppenarbeit erarbeitet. Unternehmen und kommunale Sozialeinrichtungen sind aufgerufen, enger zusammenzuarbeiten.
  2. Vorbereitungsarbeiten wurden durch ein vorangehendes Projekt zum Aufstieg von qualifizierten Frauen in Führungspositionen geleistet. Unternehmen mit Erfahrung bei der Aufstiegsförderung und beim Einsatz von weiblichen Führungskräften sollten im Rahmen von organisierten Betriebspartnerschaften interessierten KMU-Führungskräften helfen, geeignete Fördermaßnahmen zu entwickeln und anzuwenden. Gleichzeitig erhielten die betroffenen MitarbeiterInnen themenzentrierte Off the Job-Schulungen von Experten mit der Zielsetzung, das Rollenverhalten von Führungskräften zu reflektieren und Tipps für notwendige Verhaltensänderungen zu geben.
  3. Von grundsätzlicher Bedeutung für das Thema „Gender Mainstreaming / Gleichstellung“ war ein früheres Projekt, das sich mit der Frage beschäftigte, wie genderspezifische Unterschiede und Diskriminierungen in verschiedenen Handlungsfeldern einer Organisation erkannt, bewertet und durch geeignete Maßnahmen planmäßig abgebaut werden können.
  4. Der Einstieg in den Themenkreis „Gender Mainstreaming / Gleichstellung“ liegt noch weiter zurück und hatte die Einführung der Teilzeit für Fach- und Führungskräfte in Großunternehmen und KMU zum Gegenstand. Damit sollte der Boden bereitet werden für die Chancengleichheit von qualifizierten Frauen bei der Besetzung von Führungspositionen.

Weitere themenrelevante Veröffentlichungen hierzu finden Sie in der ISPA-Bibliothek.

„Vertiefte Berufsorientierung“ ist die Bezeichnung für arbeitsmarkt- und gesellschaftspolitisch motivierte Projekte, die durch gezielte Maßnahmen den Übergang von der Schule in einen Beruf bzw. in ein Hochschulstudium erleichtern sollen. Adressaten sind Hauptschulabgänger und Gymnasiasten. Die rechtliche Grundlage hierzu: § 33 SGB III.

ISPA consult hat sich für „Vertiefte Berufsorientierung" (VBO) aus ökonomischen und gesellschaftspolitischen Gründen engagiert. Die Risiken falscher Berufswahl, die sich in hohen Abbrecherraten im dualen Berufsbildungssystem wie auch in den Studiengängen an wissenschaftlichen Universitäten und Hochschulen zeigt, sollten durch verbesserte Information und Kommunikation vermindert werden können.

Maßstäbe hat vor allem ein von ISPA consult entwickeltes dreiteiliges Konzept zur vertieften Berufsorientierung an     11 Gymnasien mit insgesamt 745 teilnehmenden SchülerInnen gebracht:

  1. Vorbereitung der SchülerInnen durch Beschäftigung mit eigenen Interessenlagen und Einstellung zum Thema Studium oder Berufsbildung;
  2. organisierter Aktionstag an den Schulen mit Vorträgen und Einzelgesprächen unter Beteiligung von Vertretern der Universitäten und Hochschulen sowie aus kooperierenden Unternehmen und Verwaltungen, die unterschiedliche Berufsbilder vorstellten;
  3. Nachbereitung des Aktionstages.

Gemäss Teilnehmerbefragung hat sich der Einsatz gelohnt. Viele TeilnehmerInnen haben ihre vorgefassten Berufswünsche bestätigen können, andere haben ihre Berufswünsche geändert und ein nicht ganz kleiner Teil der vor dem Abschluss stehenden SchülerInnen hat erstmals überhaupt konkrete Berufsvorstellungen entwickelt.

Mehrere zehntausend Familienbetriebe in der BRD suchen in den nächsten Jahren einen Nachfolger. Angeboten wird von ISPA consult der sog. „Dritte Weg“. Dieser sieht vor, dass der vorgesehene Nachfolger zeitlich befristet als Berater des Familienbetriebes aktiv wird, prozessbegleitend unterstützt durch ein erfahrenes Beratungsteam der ISPA consult.